Es war einmal ein winziges Sandkorn, das an einem Strand in Dänemark lebte. Dort wuselte es mit vielen anderen Körnchen umher, ließ sich von Wind und Wellen treiben und war rundum glücklich. Doch dann geschah es: Das Sandkorn verirrte sich auf den Kopf eines kleinen Mädchens. Der Wind hatte es in ihre langen, braunen Haare geweht. Die waren durch die starke Brise so zerzaust, dass das arme Sandkorn keinen Weg hinaus fand. Der Wind blies kräftiger, schaffte es aber nicht, das winzige Sandkorn frei zu pusten. Als das Mädchen im Meer schwimmen ging versuchten die Wellen das Korn heraus zu schwemmen. Doch auch ihnen gelang es nicht. Dabei wollte doch das Sandkorn so gerne wieder an seinen Strand zurück. Aber es half nichts. Am Abend kehrte das Mädchen mit seinen Eltern ins Hotel zurück. Es wusste ja nicht, dass auf seinem Kopf ein Sandkorn lag, das dort gar nicht sein wollte. Das Mädchen stellte sich unter die Dusche und seifte sich kräftig ein. Nun hoffte das Sandkorn, dass der Wasserstrahl stark genug sei, um es aus den Haaren zu spülen. Doch wieder gelang es nicht. Ob es wohl jemals seinen Strand und das Meer wiedersehen sollte?