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Mittwoch, 8. August 2007 21:20 Alter: 10 Jahr(e)

Von: Klaus Hübner

Fun & Action Camp der Bundesjugend

Sport, Spaß und tolle Erlebnisse nonstop.


"Geil", Zitat eines Teilnehmers, beschreibt mit einem Wort den Erfolg und Verlauf des 2. Fun & Action Camps der Bundesjugend für Computer, Kurzschrift und Medien (früher: Deutsche Stenografenjugend) im Sportpark "youtels" Abtenau/Österreich. Unter der Leitung und detaillierten Vorbereitung des Bildungsreferenten Klaus Hübner erlebten 11 Kinder und Jugendliche abwechslungsreiche, schweißtreibende Tage bei unterschiedlichstem Wetter.

Basis und Ausgangspunkt für alle Aktivitäten und Ausflüge war das
Jugendsporthotel "youtels", mitten im Wald am Lammerfluss gelegen, mit eigenem Strand und einem Sportteich mit Rutschbahn, Kletterwand und Stegen zum Springen ausgestattet. Außerdem gab es im 11 Hektar großen Sportpark alle erdenklichen Einrichtungen wie Trampolinanlage, Beachvolleyball-, Fußball- und Tennisplatz, Streethockey, Inline- und Skaterpark mit Halfpipe, Badmintonnetz, Basketballanlage und natürlich Tischtennis. Beschallt wurde tagsüber alles durch die Open-Air-Disco mit den neuesten Charthits. Die vielseitigen kostenlosen Buffets, Softdrinks und das Obst rund um die Uhr sorgten für die nötige Kalorien-, Vitamin- und Mineralienzufuhr, die die Jugendlichen nach den sportlichen Betätigungen reichlich nutzten. Besondere Highlights waren das Ritteressen, hier bediente der Herbergsleiter die rund 200 Gäste in Ritterrüstung und man durfte nur mit den Fingern essen, zur Freude der Kinder und Jugendlichen sowie ein Grillabend an der Grillhütte, bei dem man es schaffte alle in kürzester Zeit satt zu bekommen.

Ein Lob an das Küchenteam! Überhaupt haben es alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses geschafft eine ständig vorhandene positive Stimmung aufzubauen und zu halten, nicht zuletzt durch den immer zu hörenden Spruch: "Wir freu'n uns!". Gemeinsam mit den Outdoor-Unlimited-Guides erlebte man die "Sun & Fun Events, wie "Tower", hier schafften Lars Hieronymi und Tanja Buchholz (beide Gambach), natürlich abgesichert am Seil, die meisten leeren Getränkekisten (jeweils 15) zu einem großen Turm zu stapeln, ehe er mit lautem Krachen auf den Vorplatz umstürzte. Das Klettern in einer großen Kletterhalle mit jeweils drei Schwierigkeitsstufen brachte so manchen Teilnehmer ins Schwitzen und an seine körperlichen Grenzen. Lustig sah es aus, wenn man in einen überdimensionalen Schaumgummianzug gesteckt wurde und beim "Sumoringen" den Partner entweder von der Matte oder umstoßen musste. Eine Riesengaudi für die Zuschauer war es allemal. Allen Mut zusammennehmen musste man beim "Zipline", bei dem man mit einem Partner, sicher angeseilt aus dem 3. Stock der Jugendherberge erst in die Tiefe springt und dann ca. 150 m an einem Drahtseil gleitet, bis hin zu einem Guide, der die Teilnehmer sicher einfing und über eine fahrbare Treppe auf den festen Boden brachte. Manchen ist der Schreck bis in die Hose gerutscht, überlebt haben es aber alle. Besonders viel Spaß bereitete die rasende Abfahrt auf der Sommerrodelbahn, die eine der längsten Österreichs ist. Höhepunkte waren die drei Halbtags-Outdoor-Module dieser Erlebnisfreizeit in den Bergen: Beim "Hydro-Speed" fuhr man, eingepackt in einen Neoprenanzug und Helm, ausgerüstet mit einem kleinen Surfbrett und zwei Flossen, 4 Kilometer den unteren Lammerfluss hinunter. Brenzlig wurde es beim Umschiffen der Felsen im Flussbett sowie beim Bezwingen der "Strömungen", das jedoch von fast allen hervorragend gemeistert wurde. Teamarbeit, gegenseitige Rücksichtnahme und Unterstützung waren beim "Canyoning" angesagt. Gemeinsam mit zwei erfahrenen Guides stieg man das Bachbett des Aubachs, einen Nebenfluss der Lammer, mal schwimmend, mal bis zur Brust im Wasser, mal über Felsen hinauf bis zu drei gewaltigen Wasserfällen. Hier konnte man die ganze Kraft der Naturgewalten erkennen, die hier insbesondere während der Schneeschmelze ihre Spuren hinterlassen haben. Highlight war das Springen von 3 bis 8 m hohen Felsen in das tief gegrabene Becken des 2. Wasserfalls. Am Ende waren alle völlig geschafft aber glücklich so etwas erlebt zu haben. Downhill-Feeling pur konnte man bei der rasanten Abfahrt auf der Rodelbahn mit einem "Bockerl", einem Inlineskate mit Sitz und einer ultra-leichten Konstruktion, erleben. So manchem Teilnehmer rutschte das Herz bis in die Hose, als er den Klettergarten mit seinen vielfältigen Highlights wie Spinnennetz, Lianen, Dschungelrutsche, Affenschaukel und das Besteigen eines Baumstammes und der anschließende Sturz in die Tiefe, natürlich alles sicher angeseilt und von den Guides begleitet, bezwang. Anstrengend aber lohnenswert war die Halbtages-Radtour durch Wiesen, Wald und Feldern rund um Abtenau mit Abstecher zu den gewaltigen Wasserfällen. Nach den Outdoor-Übungen erlernten die Jugendlichen in der Reflektion, wie sie die Erkenntnisse in den Alltag umsetzen können. Abendliche Partys waren in der Black-Hole-Disco angesagt, genauso wie das von den Jugendlichen wiederentdeckte alte Pokerspiel und auch Sport-Stacking, das schnelle Stapeln der bunten Becher. Die Internet-Corner wurde intensiv zum Surfen im Netz und zum Schreiben und Lesen von E-Mails genutzt. Intensive Einzelgespräche, aber auch Diskussionsrunden über Themen, die die Jugendlichen interessieren und berühren, wie "Bildung", "Arbeitsmarkt", "Jugendkultur" in ihrer ganzen Bandbreite, "Jugendgangs", "Erziehung" und "Elternhaus" wurden mit viel Engagement vom Leitungsteam durchgeführt. Aktive Arbeit mit und an Jugendlichen pur, wie sie immer nötiger erscheint. Den Abschluss bildete eine große "Schaumparty-Disco". Unmengen von Schaum verwandelten den Vorplatz für zwei Stunden in eine große Badewanne, in der sich die Jugendlichen, beschallt mit den passenden Sommerhits, sichtlich wohl fühlten. Ein Sprung in den hauseigenen Badesee befreite die Körper von den Schaummassen. Am Ende der leider viel zu schnell vergangenen Woche waren sich alle Jugendlichen einig: Hier wollen wir wieder hin! Und das können sie, und andere auch, denn vom 22. bis 28. Juni 2008 hat die BJCKM diese Erlebnisfreizeit bereits wieder im Jahresprogramm vorgesehen.



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