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Montag, 28. Juni 2010 01:04 Alter: 7 Jahr(e)

Von: Gregor Keller

Siegerehrung des 37. Bundesjugendschreibens in Erfurt

In diesem Jahr hatte die Bundesjugendleitung am 20. Juni 2010 die Sieger des 37. Bundesjugendschreibens in die Landeshauptstadt Thüringens Erfurt zur Siegerehrung ins Rathaus am Fischmarkt eingeladen. Rund 50 Jugendliche einschließlich Eltern, Lehrer, Betreuer und Gäste folgten der Einladung zum Wochenende in Erfurt.




Bundessiegerinnen und Bundessieger im Festsaal des Erfurter Rathauses

Schon freitags kamen die ersten in die moderne Jugendherberge in der Hochheimer Straße, für das Wochenende war ein interessantes Programm von der Bundesjugendleitung der BJCKM aufgestellt worden. Samstagmorgen war offizielle Begrüßung durch Bildungsreferent Klaus Hübner und schon bei dem gemeinsamen Mittagessen lernte man sich kennen. Danach ging es in die Innenstadt zur Dombesichtigung bevor man eine moderne und auch traditionsreiche Stadt per Straßenbahn kennenlernte. Die zweistündige Stadtbesichtigung mit einer historischen Straßenbahn nebst Anhänger war eine glänzende Idee und führte einschließlich der Erläuterungen der Stadtführer zu einem recht umfassenden Bild über Erfurt und auch zur Kenntnis der imposanten Entwicklung seit der Deutschen Einheit. Das Wetter spielte mit und das größte Altstadtfest Thüringens (35. Krämerbrückenfest) wurde am Wochenende mit strahlender Sonne und viel Musik gefeiert. Auf vielen Plätzen der Innenstadt wurde auch musiziert und so war die Stimmung der Besucher des Festes, der Bundessieger und ihrer Begleiter heiter.

Am Sonntag pilgerte man dann zu Siegerehrung ins alte imposante Rathaus in der Innenstadt. Im gepflegten ehrwürdigen Festsaal saß man zusammen und lauschte, umgeben von riesigen Gemälden, der Begrüßung durch den in diesem Jahr gewählten neuen Bundesjugendleiter Tim Schäck. Danach sprach DStB-Präsidentin Hannelore Schindelasch und bezog in ihr Grußwort auch einige Geschichtsdaten der Stadt ein bevor die Vorsitzende des Thüringer Stenografenverbandes Barbara Kijek sich freute, dass man die Siegerehrung in diesem Jahr in Thüringen veranstaltete.

Gregor Keller, DStB-Ehrenpräsident, war von der Bundesjugendleitung gebeten worden, ein wenig die Geschichte der Bundesjugend für Computer, Kurzschrift, und Medien aufzuzeigen. Eine nicht leichte Aufgabe. Keller nannte die Gründung des Deutschen Stenografenbundes im Jahre 1868 und seine Wiedergründung nach dem 2. Weltkrieg im September 1947 und spannte einen Bogen vom Sommer 1896 (im „Studienkreis für Kurzschrift“ am Steglitzer Gymnasium, dem späteren Stenografenverein Berlin-Steglitz, wurde die deutsche Jugendbewegung begründet) über Bundesjugendleiter nach dem Kriege Prof. Fischer, Paul Beutmann, Max Stolle bis hin zu dem in diesem Jahr gewählten Tim Schäck, der als Nachfolger von Jochen Schönfeld (12 Jahre lang Bundesjugendleiter und damit der am längsten amtierende Bundesjugendleiter) dieses bedeutende und verantwortungsvolle Amt antrat. Keller nannte alle Bundesjugendleiter und wies auf die Notwendigkeit der Jugendarbeit hin. Zwei ehemalige Bundesjugendleiter Jürgen Deimann und nun auch Jochen Schönfeld gehören derzeit dem geschäftsführenden Bundesvorstand an. So ist festzustellen, dass die Jugend im Präsidium gut vertreten ist. „Das könne der Organisation nur gut tun“, meinte Keller.

Das seit 1974 durchgeführte Bundesjugendschreiben war und ist ein bedeutender Bestandteil des Jugendprogramms und wurde ausdrücklich hervorgehoben. Geschätzt dürften über eine halbe Million Arbeiten von BJS-Teilnehmerinnen und Teilnehmern in den vergangenen Jahren bewertet worden sein. Besonders hier erwähnt neben vielen aktiven Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern: Mr. Bundesjugendschreiben, Hans Görner, Berlin. Die Herausgabe einer eigenen Jugendzeitschrift in den Jahren von 1971 bis 2005 war auch für die Vereine wichtig, schätzungsweise über 600 000 Exemplare wurden an die Vereine gegeben. Bedeutsam waren auch die Reisen, internationale und nationale Jugendbegegnungen (auch im Rahmen des deutsch-französischen Jugendwerks) und vor allem die zahlreichen Berlinfahrten („Berlin durfte nicht vergessen werden“).

Die Organisationsform war ebenso Bestandteil der Ausführungen Kellers wie zahlreiche Ereignisse in den in Rede stehenden Jahren (insbesondere die Teilnahme mit eigenen Veranstaltungen bei den Stenografentagen, z.B. 1971 in Hannover). Die politische Bildung wurde erwähnt wie auch die kulturelle und sportliche Bildungsarbeit. Auch die Bildungsreferenten wurden genannt, zuletzt und nun schon bald 20 Jahre im Dienst, Klaus Hübner (seit Oktober 1991). Auch die Interstenokongresse und Weltmeisterschaften (z.B. 1989 in Dresden) kamen zur Sprache, wie auch Plakataktionen und Kontakte mit Prominenten, wie Konrad Zuse, dem Computererfinder (er würde in diesem Jahr 100 Jahre alt), Bundespräsident Roman Herzog, Ministerpräsident Dr. Beckstein und anderen berühmten Zeitgenossen. Auch die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Stenografenbund wurde als überwiegend positiv in der Vergangenheit gesehen. Abschließend ging Keller noch auf das sich seit 1993 explosionsartig verbreitende Medium Internet ein und freute sich, dass die Jugend das natürlich sofort erfasst hatte und sich mit einem eigenen erfolgreichen Internetauftritt einbrachte. Zum Ende zitierte Keller noch die überall in der Welt bekannten Literaten Astrid Lindgren und Erich Kästner über ihr Verhältnis zur Stenografie. Sie waren begeisterte Stenografen. Und ganz zum Ende: „Ohne die Stenografenjugend mit ihren vielfältigen Aktivitäten sähe es um unsere Organisation deutlich weniger lebhaft aus.“

Die mit viel Beifall aufgenommenen Ausführungen Kellers sollten nicht nur auszugsweise - wie hier geschrieben -, sondern insgesamt noch schriftlich aufgenommen werden, so der Wunsch einiger Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der BJS-Siegerehrung. Anschließend wurden die Sieger von BJL Tim Schäck und den anwesenden Gästen Hannelore Schindelasch, Barbara Kijek und Gregor Keller geehrt und erhielten ihre Urkunden und kleine Geschenke (Klaus Hübner hatte mit seinem Sohn einen reichen Gabentisch mit kleinen Geschenken gedeckt). Nach der Ehrung der Bundessieger dankte der Bundesjugendleiter allen Helfern und Beteiligten am Bundesjugendschreiben, insbesondere den Textern Jochen Schönfeld, Britta Lackmann, Wolfgang Berger, Uwe Brüdigam, Eva-Maria Lill sowie Sven Greiner, Marion und Uwe Brüdigam für die Erfassung der Ergebnisse und den Versand der Urkunden sowie dem Bildungsreferenten Klaus Hübner für die wie immer vorbildliche Organisation des Wochenendes.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es dann wieder hinaus in die Heimat. Es war ein harmonisches, interessantes Wochenende in einer lebhaften Stadt, Erfurt.

In unserer Foto-Gallery gibt es Fotos vom Wochenende in Erfurt.

Die Grußworte der Bundesministerin Kristina Schröder und der Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht finden sich hier.



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