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Freitag, 9. Juli 2010 00:44 Alter: 7 Jahr(e)

Von: Gregor Keller

Auch ein Stenograf: 100 Jahre - Computererfinder Konrad Zuse

Am 22. Juni 1910 wurde Konrad Zuse in Berlin geboren – er wäre 2010 100 Jahre alt geworden. Am 18.12.1995 starb Konrad Zuse in Hünfeld.




Konrad Zuse mit Z3 im Deutschen Museum (Foto: Deutsches Museum)

Konrad Zuse entwickelte ab 1934 programmgesteuerte Rechenanlagen. 1941 stellte er die erste voll funktionsfähige Rechenanlage, das Modell Z3 her (Nachbau im Deutschen Museum München). Der Computererfinder lebte mit seiner Frau im hessischen Hünfeld, unweit von Bad Hersfeld. Zuse hat im Alter von 15 Jahren in der Schule an einem Stenografiekurs (Stolze/Schrey) teilgenommen. Später stellte er sich dann auf Einheitskurzschrift um. In der Zeitschrift „stenojugend“ aus dem Jahre 1995 ist ein interessantes Exklusiv-Interview von Rainer Knehans, Peter M.Urselmann und Silvia Schulte mit ihm veröffentlicht. Ein Hobby von Konrad Zuse zum Ausgleich ist die Malerei.

Konrad Zuse erwähnte im Interview, dass er es als sehr angenehm empfindet, stenografieren zu können. Auch für die Aufzeichnungen in der Universität war das eine gutes Sache: „Ich hätte nichts dagegen, wenn Stenografie als Lehrfach eingeführt würde. Im Gegenteil, das würde manches erleichtern. Ich habe mich jedenfalls bemüht, die Stenografie zu pflegen. Wenn ich mal keine Korrespondenz in Stenografie zu erledigen hatte, habe ich wenigstens meine Tagebuchnotizen in Stenografie geschrieben. Zum Teil sind es sogar solche, die heute historisch wichtig sind.“ Auf die Frage, ob er jemals daran gedacht habe, die beiden Zweige „Computer“ und „Stenografie“ zu verbinden antwortete er, dass er schon daran gedacht habe, dass man einen Computer haben müsste, der auch stenografieren kann. Allerdings habe er sich darum nie bemüht.

Auf die Frage, wie er damals auf die Idee gekommen sei, so etwas wie einen Computer zu entwickeln, sagte Konrad Zuse, „Ich war zu faul zum Rechnen. Faulheit ist eine gute Triebkraft für die gesamte Technik.“

Da ist es nicht weit zur Feststellung, dass mit Kurzschrift natürlich wesentlich bequemer und schneller geschrieben werden kann als mit der Langschrift.



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