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< Erster Bürgermeister Heidelbergs Prof. Dr. Raban von der Malsburg lobte Stenografenjugend
Montag, 20. Juni 2005 22:26 Alter: 12 Jahr(e)

Von: Peter Flühr

DM 2005: Meisterschaften mit Familien-Teamgeist

Die Butzbacher Familie Hübner – Klaus, seine Mutter Lieselotte und seine Ehefrau Ellen sowie Sohn Marius – hatte sich, ehe die heiße Phase, der Schlussakkord, eingeläutet werden konnte, ein Konzept für die Aufgabenverteilung zurecht gelegt. Jeder Generationenteil konzentrierte sich auf sein Gebiet – und es klappte ganz hervorragend. Der Bildungsreferent der Deutschen Stenografenjugend, Klaus Hübner, legte sich mächtig ins Zeug und sorgte durch das Engagement dafür, dass die Deutschen Meisterschaften vom 4. bis 7. Mai in die Rubrik "erfolgreiche Veranstaltungen" eingeordnet werden können. Den Gästen aus Nah und Fern hat es gut gefallen und sie fühlten sich auch wohl in Butzbach, der "Perle der Wetterau im Herzen Hessens".


In Butzbach war alles bequem auf kurzen Wegen erreichbar: das Bürgerhaus, die Schrenzerschule, der abendliche Treffpunkt oder – mit besonderer Ausstrahlung – das Museum in der Färbgasse. Museum und Hallenbad konnten übrigens kostenlos besucht werden. Kostenlos selbstverständlich auch ein Stadtrundgang durch die Altstadt mit ihren schönen Fachwerkhäusern, dem malerischen Marktplatz und dem prächtigen Landgrafenschloss. – Jeder Teilnehmer erhielt eine DStB-Begrüßungstasche, gefüllt mit Schlüssel-Karabinerhaken, Kugelschreiber, Parkscheibe und einem Einkaufschip sowie einem Jubiläums-Apfelweinglas, gesponsert von der Kelterei Müller in Butzbach-Ostheim. Außerdem lagen Informationen zum Programm der Deutschen Meisterschaften und ein kulinarischer Wegweiser in schriftlicher Form bei.

Im Namen des Deutschen Stenografenbundes hatte Bürgermeister Oswin Veith, für den Magistrat der Stadt Butzbach – er war auch Schirmherr der Deutschen Meisterschaften –, am Mittwochabend in "Müllers Alter Saal" in Ostheim zu einem Empfang, an dem rund 35 Personen teilgenommen haben, eingeladen. Stadträtin Sigrid Megerlin, in Vertretung des Bürgermeisters, zeigte sich sehr erfreut, dass der Deutsche Stenografenbund diese Meisterschaften nach Butzbach gelegt hat und verwies zugleich auf das überregionale Ereignis 2007 – "Hessentag" in Butzbach.

Hannelore Schindelasch, für sie eine Premiere als Präsidentin des Deutschen Stenografenbundes, begrüßte die Gästeschar, und Waltraut Dierks grüßte für die Landesgruppe Deutschland der Intersteno und wünschte erfolgreiche Meisterschaften. Erfreut auch zeigte sich der Vorsitzende des Hessischen Stenografenverbandes, Stephan Senzig, dass in seinem Verbandsgebiet diese Meisterschaften ausgetragen werden.

DStB-Ehrenpräsident Gregor Keller freute sich insbesondere darüber, dass die Deutsche Stenografenjugend bei diesen Deutschen Meisterschaften so engagiert und aktiv geworden ist. Am "stenopoint", dem Infostand der Deutschen Stenografenjugend, der an allen Meisterschaftstagen stark frequentiert war, konnte man nicht nur die Ausschreibungen zu kommenden Veranstaltungen und die neu angebotenen Werbe- und Gebrauchsartikel bekommen, sondern man konnte sich auch im "Jaccolo" (ein Holzscheiben-Schiebespiel) und im "Bohnensäckchen-Zielwurfspiel" messen.

Das dichte offizielle Wettschreibprogramm ließ genügend Raum für ein Rahmenprogramm, das großen Zuspruch fand. Das galt für den "Disco-Abend mit Klaus", wo sich in erster Linie die unter 30-Jährigen tummelten, aber auch die "älteren Jahrgänge" verweilten dort gerne, denn es erklang so manche Schlagermusik, die noch vor wenigen Jahren "on top" war. Harmonisch-melodiös feierte man gemeinsam fröhliche Stunden.

Kein bisschen bierernst die Veranstaltung am nächsten Tag, denn es stand ausnahmsweise nicht der Gerstensaft, sondern der gekelterte Apfelsaft im Mittelpunkt. Nahezu 90 Interessierte ließen sich das Öko-Erlebnis "pur" nicht entgehen. Die Kelterei Müller und Schnapsbrennerei, wo am Vorabend der Empfang stattfand, öffnete ihre überdimensionalen Tore. Da noch keine Erntesaison war, harrten auffallend viele leere Flaschen der Abfüllung. Ist die Apfelernte bzw. die Anlieferung in vollem Gange, setzen dann natürlich auch die begleitenden Maschinengeräusche ein. Kleine süffige Kostproben rundeten den informativen, sehr saftigen Ausflug ab.

Zur Eröffnung des Festabends begrüßte die Präsidentin als erstes "die Männer" im großen Saal des Bürgerhauses, dann die Präsidentin der Intersteno-Landesgruppe, den ehemaligen Vizepräsidenten Wolfgang Klein und Frau und den gesamten neuen Vorstand. Lobende Worte des Dankes richtete sie an die Familie Hübner (da wurde heftiger Beifall gespendet), an die Stadtverwaltung, an die DLRG-Gruppe, die tags-über für die Verpflegung sorgte, und auch an die Kelterei Müller, die kostenlos die beiden Events, Begrüßungsabend und Keltereibesichtigung, organisiert hat.

Fleißige Hände, das soll auch erwähnt werden, sorgten für eine hübsche Tischdekoration. Fünf Stunden lang wurde fleißig getanzt. Die "Wiking-Band", eine Gruppe aus der Wetterau, war in Topform, und die Stimmung auf der Bühne infizierte ganz schnell die Tanzfreudigen. Von der Stenografenjugend war zwischendurch zu erfahren, dass in einem großen Glas sage und schreibe 4555 Erbsen enthalten waren (Anm. d. Red.: Da war bestimmt ein Erbsenzähler am Werk!). Frisch-fröhlich ans Werk machten sich die "Pee Gees", die Tanzgruppe eines Faschingsvereins. Die Hobbytänzerinnen und der einzelne Tänzer bekamen viel Applaus für ihren gelungenen wie farbenprächtigen Auftritt. Und Klaus Hübner war den ganzen Abend an seiner Musikanlage präsent, drehte den Regler auf, wenn die Show-Band nicht im Einsatz war.

Klaus hatte auch am Samstagmittag den musikalischen Teil für die Dauer der Siegerehrung bestritten. Bis es soweit war, moderierte er die Auftritte von Katrin Stehr (Querflöte) und Carolin Ratz (Saxophon/Flügel), die zur Einstimmung fünf Musikstücke spielten und so unterhaltsam die Zeit verkürzten. Um 13:13 Uhr war der große Moment, auf den die Wettschreiberinnen und Wettschreiber gewartet haben. Hannelore Schindelasch schwärmte von "hervorragenden Ergebnissen", die dann in den nächsten zweieinhalb Stunden Wettbewerb für Wettbewerb – drei junge Regensburgerinnen assistierten bei der Medaillenüberreichung – bekannt gegeben wurden.

Zahlen. In deutscher Kurzschrift waren 125 Schreiberinnen und Schreiber am Start, in englischer Kurzschrift waren es 25. In der Sparte Textbearbeitung/Textgestaltung nahmen 165 Wettschreiberinnen und Wettschreiber teil, davon 82 Erwachsene, 38 Jugendliche und 33 Schüler. Genau 200 widmeten sich dem Tastschreiben (Schnellschreiben/Perfektion) und 83 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Praxisorientierten Textverarbeitung. Und schließlich kamen 114 in die Kombinationswertung, aufgegliedert in Erwachsene (74), Jugendliche (23) und Schüler (17).

Kuriosität am Rande: Beim "Tastschreiben" wurde in jedem Wettbewerb noch je eine Schreibmaschine (!) gesichtet.



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