|
der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Kristina Schröder, anlässlich der Siegerehrung Bundesjugendschreiben 2010 am 20. Juni 2010 in Erfurt
Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,
„Während der Ebbe schrieb ich eine Zeile auf den Sand, in die ich alles legte, was mein Verstand und Geist enthält. Während der Flut kehrte ich zurück, um die Worte zu lesen, und ich fand am Ufer nichts als meine Unwissenheit“, verzweifelte einst der Philosoph Khalil Gibran. Und wie gern hätten wir auch heute diesen einen Satz voller Wissen und Weisheit gelesen. Denn wir schreiben eigentlich, um zu bewahren, zu kommunizieren und Wissen festzuhalten. Dabei kann Geschriebenes viele Formen annehmen: Ein handgeschriebener Brief, eine schnelle Email, ein ganzer Bericht, eine kurze Note oder ein Satz im Sand.
Schreiben ist eine der größten kulturellen Errungenschaften der Menschheit. Ich gehe sogar soweit zu sagen, es ist die größte Erfindung, die je gemacht wurde. Dabei hat sich das Schreiben immer wieder verändert und neue Formen angenommen. Sie, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Bundesjugendschreibens, haben das Schreiben perfektioniert. Eine Fähigkeit, die gerade im digitalen Zeitalter von unschätzbarer Bedeutung ist!
Ich danke der Bundesjugend für Computer, Kurzschrift und Medien für ihre hervorragende Arbeit. Sie fördern nicht nur wichtige Kompetenzen für die berufliche Zukunft junger Menschen, sondern geben ihnen auch den Raum, zusammen Spaß an ihrem besonderen Interesse zu haben.
Meine herzlichsten Glückwünsche gehen an alle Siegerinnen und Sieger und auch an alle anderen Teilnehmer des Bundesjugendschreibens 2010. Sie haben Großes geleistet und sich damit den Spaß an der heutigen Feier redlich verdient. 

der Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen Christine Lieberknecht für die 36. Siegerehrung zum Bundesjugendschreiben am 20. Juni 2010 um 10:30Uhr
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schreiberinnen und Schreiber,
die Würfel des 37. Bundesjugendschreibens hier in der Landeshauptstadt Erfurt, im Freistaat Thüringen, in der starken Mitte Deutschlands sind gefallen. Die Jury hat ihre Entscheidungen getroffen, die Siegerinnen und Sieger stehen fest und werden gleich bekannt gegeben.
Der Freistaat Thüringen, das Land der klassischen Literatur, ist ein idealer Austragungsort dieses Schreibwettbewerbs. An erster Stelle steht die Anerkennung der Thüringer Landesregierung für die engagierten Schreiberinnen und Schreiber und vor allem der Glückwunsch an die Sieger Die Landesregierung fühlt sich den Interessen der Jugend besonders verpflichtet. Ich halte es für eine ganz hervorragende Idee, mit Hilfe eines Wettbewerbes Kinder und Jugendliche zu bürgerschaftlichem Engagement zu motivieren. Denn mit dem Engagement für seine Mitmenschen kann man gar nicht früh genug anfangen.
Ganz wichtig: Wir brauchen gut ausgebildete, leistungsfähige und motivierte Jugendliche in Thüringen und ganz Deutschland, damit wir die Chancen der Zukunft nutzen können. Der „Praktische Leistungswettbewerb der Bundesjugend für Computer, Kurzschrift und Medien 2010“, ehemals Deutsche Stenografenjugend, leistet dafür einen wichtigen Beitrag. Die Teilnehmer zeigen, was sie gelernt haben, sie können ihr Können in den Disziplinen Kurzschrift, Tastschreiben und Autorenkorrektur unter Beweis stellen.
Die Kinder und Jugendlichen können sich freiwillig, selbstbestimmt und selbstorganisiert entfalten. Gleichzeitig wird die Stenografie als heute rar gewordenes Kulturgut gepflegt. Es ist ein großes Verdienst Ihres Vereins, dass er die Schreibkultur erhält, die überdurchschnittliche Leistungsbereitschaft fördert und gute Leistungen belohnt! Die Teilnehmer haben zudem die Chance, bei den Wettbewerben sehenswerte Orte kennen zu lernen.
Dass die Bemühungen des Veranstalters reichlich Früchte tragen, lässt sich nicht nur an der Rekordbeteiligung in diesem Jahr erkennen. 276 Schulen und Vereine aus dem gesamten Bundesgebiet mit insgesamt 18721 Schreiberinnen und Schreibern haben sich beteiligt. In Thüringen haben sieben Thüringer Schulen am Wettbewerb teilgenommen. Sehr erfreulich ist auch die stetig steigende Resonanz in der Öffentlichkeit. Zunehmend berichten lokale und überregionale Medien über den Wettbewerb.
Es ist erfreulich, dass der Bundesjugendwettbewerb eine derartige Erfolgsgeschichte schreiben kann. Er wird sicher noch viele gelungene Kapitel fortschreiben. Allen Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmern gilt große Anerkennung
Die Jugendlichen spüren bei diesem Wettbewerb, dass man mit persönlichem Engagement Dinge bewegen kann. Und so wachsen sie über sich hinaus. Diese Erfahrungen sind für das gesamte spätere Leben von besonderer Bedeutung.
Vor diesem Hintergrund herzlichen Dank dem Verein Bundesjugend für diese Initiative! Seit 37 Jahren wird der Bundesjugendwettbewerb nun organisiert. Ebenso führen Sie zahlreiche beliebte Seminare und Freizeiten für Jugendliche durch. Setzen Sie diesen Wettbewerb und die andere Aktivitäten auch in den nächsten Jahren fort.
Das Ergebnis zeigt sehr eindrucksvoll, dass die Jugend in Thüringen sehr aktiv ist. So sind zum Beispiel das „Berufsbildungszentrum Meiningen“ sowie die „Sebastian-Lucius-Schule-Erfurt“ nicht nur Schulen aus Thüringen mit den meisten Teilnehmern, sondern befinden sich auch bundesweit im Spitzenfeld. Von "Null-Bock"-Generation kann deshalb keine Rede sein!
Auch wenn heute nicht alle von Ihnen mit einem Preis nach Hause gehen werden, möchte Sie die Thüringer Landesregierung unbedingt ermutigen, Ihren Interessen weiter nachzugehen. Eine Begabung zu pflegen und zu fördern, ist immer bereichernd für das eigene Leben, selbst wenn Sie der Berufsweg woandershin verschlägt. Das Lernen ist eine Bereicherung für die Persönlichkeit und die Gesellschaft, die durch neue Ideen Zukunftschancen erhält.
Allen Preisträgerinnen und Preisträgern herzlichen Glückwunsch!

|